Wo liegt meine Website?
Wo eine Website liegt, steht nirgends geschrieben. Im DNS steht nur eine Zahl — aussagekräftig ist der Name, der zu dieser Zahl hinterlegt ist.
Was bedeutet das?
An einer Domain hängen drei Stellen, die gern verwechselt werden. Bei der einen ist die Domain registriert, dort wird sie bezahlt und verlängert. Bei der zweiten werden die DNS-Einträge verwaltet, dort steht, wohin die Domain zeigt. Bei der dritten liegt die Website selbst, also die Dateien, die ein Besucher zu sehen bekommt. Alle drei können derselbe Anbieter sein. Müssen sie aber nicht.
Der A-Eintrag nennt nur eine IP-Adresse, und einer Zahl sieht man nichts an.
Zu den meisten Adressen ist jedoch ein Name hinterlegt, im sogenannten umgekehrten
Verzeichnis (PTR, auch Reverse-DNS). Dieser Name gehört dem, dem der Server
gehört, und er verrät den Hoster oft schon im Klartext.
Dieses Werkzeug fragt deshalb zuerst die Adresse ab und dann den Namen dahinter. Die Nameserver zieht es dabei ausdrücklich nicht als Ersatz heran: Wer das DNS hält, muss die Website nicht hosten. Genau diese Verwechslung führt dazu, dass Änderungen im falschen Kundenmenü gesucht werden.
Was kann schiefgehen?
- Vor der Website steht ein Dienst wie Cloudflare. Dann antwortet dessen Adresse, und der eigentliche Server bleibt verdeckt. Wo er steht, weiß nur das Kundenmenü des Dienstes.
- Zur IP-Adresse ist kein Name hinterlegt. Das kommt bei eigenen Servern vor und ist kein Fehler — von außen lässt sich der Betreiber dann aber nicht benennen.
- Die Adressen zeigen auf zwei verschiedene Anbieter. Besucher landen mal hier, mal dort. Meist ist das ein Umzug, der nicht zu Ende geführt wurde.
- Nur
wwwhat eine Adresse, die Domain ohnewwwnicht. Die Website läuft, ein Teil der Besucher sieht trotzdem eine Fehlermeldung.
Kurz gesagt
Der Name hinter der IP-Adresse nennt den Hoster. Die Nameserver nennen den Verwalter. Das sind zwei Fragen und oft zwei verschiedene Antworten.
Wozu Sie die Auskunft brauchen
Vor jeder Änderung steht die Frage, wo sie hingehört. Alles, was die Website selbst betrifft — Dateien, PHP-Version, SSL-Zertifikat, Zugänge —, stellen Sie beim Hoster ein. Jeder Eintrag der Domain dagegen gehört dorthin, wo die Nameserver hinzeigen. Beides steht im Ergebnis oben nebeneinander.
Und wenn Sie selbst nicht mehr wissen, bei wem Sie sind: Der Name hinter der Adresse ist der beste Anhaltspunkt, den es von außen gibt. Sicher wissen es Ihre Rechnungen.
Fragen, die meist zusammen auftreten: